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Gesundheit und Wellness

So trainierst du im Einklang mit deinem Zyklus

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Weißt du, wie stark dein Menstruationszyklus deinen Lauf- und Trainingsplan beeinflussen kann? Die Antwort lautet: sehr stark.

Viele von uns wissen gar nicht genau, was unser Körper in jeder Phase unseres Zyklus leistet und wie sich das auf unser Lauftraining auswirkt.

Hormonschwankungen können alles beeinflussen, von der Stimmung bis hin zum Energielevel. Das bedeutet, dass wir nicht immer den ganzen Monat über die gleiche Leistung erbringen. Wenn du verstehst, was während deines Zyklus in deinem Körper passiert, kannst du deinen Trainingsplan besser darauf abstimmen. So weißt du, wann du dich zu neuen Bestleistungen pushen kannst – und wann du lieber auf deinen Körper hören und es ruhiger angehen solltest.

Die Vorteile des Trainings während deines Zyklus:

Wenn dein Energielevel in einer Phase deines Zyklus im Keller ist, wirkt das Sofa natürlich besonders verlockend. Aber es gibt viele gute Gründe, trotzdem in Bewegung zu bleiben und weiter zu trainieren.

Denn während deines Zyklus kann sich vieles verändern – Stimmung, Blähbauch und Energielevel. Gerade am Ende der Lutealphase und zu Beginn der Menstruation sind Krämpfe und Blähungen keine Seltenheit. Was viele nicht wissen: Laufen und leichte Bewegung können in dieser Zeit Krämpfe, Schmerzen und Blähungen lindern – und nebenbei auch die Stimmung heben.

Erfahre, welche Auswirkungen die einzelnen Phasen deines Zyklus auf dein Lauftraining und dein Energielevel haben können – und wie du dein Training so anpasst, dass du in jeder Phase das Beste aus dir herausholst, da sich dein Laufgefühl je nach Zyklusphase verändert.

Dr. Arshad Rizvi sagt:

„Als Hausarzt höre ich von Frauen oft: ‚Ich habe gerade einfach keine Energie, um Sport zu treiben.’ Und ganz ehrlich: Das ergibt absolut Sinn. Der Zyklus kann Müdigkeit, Blähungen, Krämpfe und ein Stimmungstief mit sich bringen. Da fühlt sich das Schnüren deiner Turnschuhe wie das Letzte an, worauf du Lust hast. Aber leichte Bewegung ist in solchen Momenten oft genau das Beste, was du für dich tun kannst.

Die Follikelphase (Tage 1–13, ab dem ersten Tag deiner Periode) ist die Zeit, in der steigendes Östrogen dazu führt, dass Energie und Motivation tendenziell zunehmen. Das ist ein guter Zeitpunkt, um deine Läufe zu intensivieren und etwas mehr zu trainieren. Rund um den Eisprung (Tage 14–16) fühlst du dich möglicherweise besonders stark, und deine Ausdauer und Leistungsfähigkeit sind auf ihrem Höhepunkt. Dann folgt die Lutealphase (Tage 17–28). Der Progesteronspiegel steigt, und Müdigkeit, Blähungen sowie Heißhunger können einsetzen. Jetzt ist es an der Zeit, kürzerzutreten. Ein kürzerer Lauf oder ein zügiger Spaziergang reicht auch aus, und du profitierst trotzdem: bessere Stimmung, weniger Blähungen und ein verbesserter Schlaf.“

Dr. Arshad Rizvi arbeitet als Hausarzt im NHS und privat. Weitere Tipps von ihm findest du auf seinem Instagram.

Phase 1: Menstruation

Dieser Teil deines Zyklus ist die erste Phase und oft auch die herausforderndste für deinen Körper. Dass du müde bist, ist ganz normal: Das Energielevel ist häufig am niedrigsten, und viele Frauen leiden in dieser Zeit unter Blähungen und Krämpfen. Deshalb ist es absolut verständlich, wenn du gerade keine Lust hast, rauszugehen und zu laufen.

Rauszugehen und aktiv zu bleiben kann nachweislich bei Krämpfen helfen und Entzündungen reduzieren. Setze in dieser Phase am besten auf lockere Ausdauereinheiten, die deinen Körper nicht überlasten. Wechsle zum Beispiel zwischen Laufen und Gehen oder ergänze dein Training durch Schwimmen und ruhige Yoga-Flows.

Tipps zum Laufen während der Periode

Das Wichtigste beim Laufen während deiner Periode, ist es dir so angenehm wie möglich zu machen und auf deinen Körper hörst, statt diese Zeit für Intervall- oder Schnelligkeitstraining zu nutzen.

Vielleicht fühlst du dich wohler, wenn du beim Laufen spezielle Periodenunterwäsche trägst und auf dunkleren Laufleggings setzt, damit du dir wegen möglicher Flecken keine Gedanken machen musst. Ein paar dynamische Dehnübungen vor dem Laufen helfen dir, dich zu motivieren und können sogar Krämpfe vor dem Start lindern.

Phase 2: Follikelphase

Vielleicht ist dein Energielevel noch etwas niedrig, aber gegen Ende dieser Phase geht’s spürbar bergauf und du bekommst wieder Lust, rauszugehen und dich zu bewegen. Durch den steigenden Östrogenspiegel ist deine Energie oft höher. Das ist ein idealer Zeitpunkt für hochintensive Läufe wie Schnelligkeitstraining und für anspruchsvollere Einheiten, die du dir vorgenommen hast.

Du kannst jetzt meist auch länger laufen – perfekt, um die persönliche Bestzeit anzugehen, die du schon so lange im Visier hast. Und weil die Regeneration in dieser Phase oft schneller ist und du dich kräftiger fühlst, lohnt es sich auch, Krafttraining als Ergänzung zu deinem Lauftraining einzubauen.

Phase 3: Eisprung

Dein Energielevel bleibt in dieser Phase dank eines erhöhten Testosteronspiegels hoch. Auch deine sportliche Leistungsfähigkeit ist auf einem Hoch, also mach weiter mit diesen hochintensiven Läufen und Workouts. HIIT ist in dieser Phase deines Zyklus ebenfalls eine hervorragende Ergänzung zu deinem Lauftraining.

Phase 4: Lutealphase

Es ist wieder an der Zeit, einen Gang zurückzuschalten und es ruhig angehen zu lassen. Dein Körper bereitet sich wieder auf die Menstruation vor, und mit steigendem Progesteron werden deine Energiereserven oft schneller aufgebraucht.

Du wirst dich wieder etwas aufgeblähter fühlen und deine Körpertemperatur wird ansteigen. Dadurch fällt es dir schwerer, dich beim Laufen wohlzufühlen. Achte deshalb besonders darauf, beim Laufen genug zu trinken. Wechsle wieder einmal zu Yoga und Training mit geringerer Intensität, um dein Laufen zu ergänzen, damit du deinen Körper nicht zu sehr belastest.

Dr. Arshad Rizvi fährt fort:

„Jeder Zyklus ist anders und diese Phasen werden nicht bei allen gleich aussehen. Wichtig ist, darauf zu achten, wie du dich fühlst, und herauszufinden, was am besten für dich und deine Routine funktioniert. Ein wenig Bewegung fühlt sich fast immer besser an als gar keine.

Und wenn dir Veränderungen in deinem Zyklus auffallen, die dich beunruhigen, sei es unregelmäßige Blutungen, stärkere Schmerzen oder irgendetwas, das sich nicht richtig anfühlt, ignoriere das bitte nicht. Wende dich immer an deinen Hausarzt oder eine medizinische Fachkraft.“

Höre auf deinen Körper und tu, was sich für dich richtig anfühlt. Frauen mit Endometriose, PCOS oder anderen Erkrankungen, die stärkere Schmerzen verursachen, benötigen möglicherweise fachärztlichen Rat. Andere wiederum fühlen sich vielleicht während ihres gesamten Zyklus fit und bereit, die Welt zu erobern. Gerade in Phasen mit Krämpfen oder Blähbauch kann es körperlich und mental helfen, in Bewegung zu bleiben.

Haftungsausschluss: Die Ratschläge unserer Redakteur*innen sind nur zu Informations- oder allgemeinen Aufklärungszwecken gedacht. Wir empfehlen dir immer, mit deinem Arzt oder deiner Ärztin zu sprechen, bevor du deine Lauf-, Ernährungs- oder Fitnessroutine anpasst.

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