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Ausrüstung und Technologie

Hinter den Kulissen: Bekleidungsstücke für den Winter

Hinter den Kulissen: Bekleidungsstücke für den Winter
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Eine leitende Materialentwicklerin von Brooks erzählt uns, wie das Bekleidungsteam die beliebten Bekleidungsstücke für den Winter von Brooks kreiert.

Allison Gentry erkundet gern Städte und liebt es, in ganz Seattle zu laufen und zu walken. Hätte man Allison Gentry vor zehn Jahren gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, an der pazifischen Nordwestküste zu leben und in einem Team zu arbeiten, das branchenführende Laufbekleidung entwirft, hätte sie nur gelacht.

Allison Gentry

„Während meiner Schulzeit wollte ich Kostümbildnerin werden“, erzählte sie. „Ich habe Musicals geliebt.“

Jetzt arbeitet Gentry bei Brooks. Sie ist Teil eines kleinen, aber wichtigen Teams von vier Personen, das innovativ an den Materialien arbeitet, die für die Bekleidung von Brooks herangezogen werden. Hier erzählt sie uns über den kreativen Prozess, der hinter dem Design von Bekleidungsstücken für den Winter steckt, wie dem beliebten Notch Thermomaterial.

Allison Gentry beim kreativen Arbeiten mit Textilien in ihrem Studio zu Hause.

Allison Gentry beim kreativen Arbeiten mit Textilien in ihrem Studio zu Hause.

Anmerkung der Redaktion: Das Interview wurde für bessere Verständlichkeit überarbeitet und zusammengefasst.

Kannst du uns ein wenig über deinen beruflichen Werdegang erzählen und was deine Aufgaben im Team sind?

Ursprünglich wollte ich Kostümbildnerin werden (in meiner Jugend habe ich Musicals geliebt). So habe ich Theaterproduktion am Ithaca College im Staat New York studiert und 2009 mit einem BFA abgeschlossen. Danach bin ich nach New York City umgezogen und habe freiberuflich als Kostümbildnerin und in der Koordinierung und Schauspielergarderobe gearbeitet. Schließlich packte mich nach einer Reihe von Praktika und Erfahrungen das Interesse an Chemie und Textilien. Daher studierte ich Textiltechnologie und -management an der North Carolina State University, wo ich mit einem Master abschloss.

Noch vor meinem Master-Studium fing ich an, in New York City Fußball zu spielen. Ich war vorher keine Läuferin, aber da begann ich, den Laufsport zu lieben. In der Schule bin ich nicht gelaufen, ich gehöre zu den Leuten, die erst in den 20ern auf das Laufen stoßen. Ich meine, dass ich wirklich einige unserer Kunden verstehen kann. Denn zum Beispiel erinnere ich mich gut an das erste Mal, als ich viereinhalb Kilometer gelaufen bin. Und ich habe mich SO SEHR gefreut, dass ich diese Distanz geschafft habe!

Nach meinem Master-Studium bin ich nach Seattle gezogen, da mich die Westküste interessierte. Ich bin immer noch gelaufen und habe da einen Halbmarathon absolviert. Dann wurde bei Brooks eine Stelle frei, und ich bin 2018 in das Materialienteam eingetreten.

Allison Gentry beim Schneiden und Messen von Material in der Zentrale von Brooks.

Allison Gentry beim Schneiden und Messen von Material in der Zentrale von Brooks.

Läufer*innen assoziieren mit Funktionsmaterial zwei Eigenschaften: schweißableitend und schnelltrocknend. Kannst du mit eigenen Worten diese Begriffe definieren und wie du diese beiden Eigenschaften in einem Material testest?

„Schweißableitend“ bezieht sich auf die Fähigkeit des Materials, Schweiß von der Haut fernzuhalten. Das kann durch die Beschaffenheit erfolgen, wie z. B. wie eine Faser gedreht ist, oder durch Ergänzung mit einem schweißableitenden Additiv. Materialentwickler*innen kreieren schweißableitende Materialien, sodass Feuchtigkeit (in diesem Fall Schweiß) sich leicht über das Material verteilt, das dann schneller trocknen kann. Je besser sich Feuchtigkeit über die gesamte Oberfläche eines Funktionsmaterials verbreiten kann (anstatt sich an einer Stelle vollzusaugen), umso effizienter trocknet es.

Ich beschäftige mich mit Materialien, und für mich ist es wirklich wichtig, dass wir langlebige Kleidungsstücke herstellen.

Allison Gentry Leitende Materialentwicklerin

Es scheint, dass schweißableitende und schnell trocknende Eigenschaften miteinander einhergehen.

Ja! Wenn wir diese Materialien kreieren, führen wir Tests durch, um sicherzustellen, dass die Gewebe den Voraussetzungen der standardisierten Tests, wie sie von der American Association of Textile Chemists and Colorists (AATCC) und ASTM International vorgegeben werden, erfüllen. Das sind die zwei größten Materialtestmetriken. Sie helfen uns dabei, herauszufinden, ob ein Material tatsächlich schweißableitend oder schnell trocknend ist.

So funktioniert der Test, mit dem schnelles Trocknen geprüft wird: Im ersten Schritt wiegen wir das Material im trockenen Zustand. Dann machen wir das Material sehr nass (wir nennen das den „Wetting-out“-Prozess) und wiegen es erneut. Im folgenden Schritt setzen wir das Material Hitze aus. Das erfolgt in einer kontrollierten Umgebung mithilfe einer heißen Platte, die die Temperatur der Haut imitiert, und wir beobachten, wie schnell das Gewebe trocknet. Unsere Vorgabe hier bei Brooks für schnell trocknendes Gewebe ist, innerhalb von 15 Minuten 80 Prozent seines Gewichts des ursprünglich trockenen Zustands wieder zu erreichen. Bei 80 Prozent fühlt sich das Material trocken an.

Bekleidungs-Designer*in

Als Designerin von Bekleidung kannst du beschreiben, wie du die warmen Kleidungsstücke mit schweißableitenden, schnelltrocknenden Eigenschaften kreierst, die sich Läufer*innen für Sommerbekleidung wünschen?

Wir denken viel darüber nach, wie sich je nach Jahreszeit Gewicht und Beschaffenheit von Materialien auf die von uns hergestellten Kleidungsstücke auswirken. So trocknet z. B. Mesh schnell, weil es weniger davon gibt und es weniger wiegt. Auf der anderen Seite trocknet gebürstetes Fleece vielleicht nicht so schnell, sorgt aber für das entsprechende Wärmegefühl im Winter, da es an kalten Tagen besser schützt.

Das Bekleidungsteam stellt sich also nicht nur ständig die Frage, „Was sind die richtigen Materialien?“, sondern auch, „Wo werden Materialien richtig in einem Kleidungsstück eingesetzt?“. So besteht z. B. das Brooks Dash 1/2 Zip aus gebürstetem Jersey mit einer Bahn aus Mesh unter der Achsel, da wir als Läufer*innen dazu neigen, da zu schwitzen. Bei Kleidung mit Isolierung unterscheiden sich Herrenmodelle von Damenmodellen im Gewicht der Isolierung, da bei Männern die Körpertemperatur stärker ansteigt als bei Frauen. Läufer*innen haben unterschiedliche Bedürfnisse.

Material

Welche Tests führt ihr durch, damit das Material auch wirklich hält?

Wir führen verschiedene Tests mit unabhängigen Testeinrichtungen durch, je nach unseren Anforderungen an ein bestimmtes Material oder Kleidungsstück. Wir testen zum Beispiel den UV-Schutzfaktor (LSF) eines Kleidungsstücks oder seine Fähigkeit, UV-Strahlen zu blockieren. Wir testen auch auf Atmungsaktivität, Windwiderstand und wasserabweisende Wirkung hin. Bei BHs und Tights testen wir Dehnung und Stretch. Wir prüfen unsere Bekleidung auf Farbbeständigkeit und allgemeine Gebrauchseigenschaften, wie Fadenziehung oder Knötchenbildung, in bis zu 25 Waschgängen. Und wenn ein Kleidungsstück wie der Notch Thermal Hoodie mikroben- und geruchshemmende Eigenschaften aufweisen soll, testen wir die Wirkungskraft dieser Eigenschaften in bis zu 50 Waschgängen.

Wir möchten sicherstellen, dass unsere Aussagen über Materialien und Bekleidung auch tatsächlich der Wahrheit entsprechen. Und wir beobachten, wie Läufer*innen unsere Bekleidung nutzen, und reagieren auf von ihnen eingebrachtes Feedback. Wir optimieren dann einige unserer Gewebe im Laufe der Zeit, um die Funktionalität zu verbessern.

So haben wir das Notch Material während der letzten Jahre nachgebessert. Im Herbst 2019 haben wir Notch mit mikroben- und geruchshemmenden Eigenschaften ergänzt, um schlechten Geruch zu verringern und auch um den Zeitraum, über den ein mit Notch hergestelltes Kleidungsstück ohne Waschen getragen werden kann, zu verlängern. Letztes Jahr haben wir die Dehnbarkeit leicht reduziert, damit es ein wenig enger sitzt.

Ich beschäftige mich mit Materialien, und für mich ist es wirklich wichtig, dass wir langlebige Kleidungsstücke herstellen.  Wir überlegen immer, wie wir ein Kleidungsstück langlebiger machen können, das zugleich funktionsstark und nachhaltig – z. B. soweit wie möglich mit recycelten Bestandteilen hergestellt – ist.

Bluesign-Zertifizierung

Kannst du uns erklären, was die Bluesign-Zertifizierung in Bezug auf das Notch Thermomaterial bedeutet?

Bluesign® ist eine Zertifizierung, mit der die Art und Weise, wie ein Kleidungsstück hergestellt wird, bewertet wird. Im Rahmen dieser Zertifizierung arbeiten wir mit Bluesign® zusammen und prüfen, wie Produkte über die gesamte Lieferkette hinweg erzeugt werden. (Nicht alle unserer Kleidungsstücke sind Bluesign®-zertifiziert. Manchmal arbeiten wir auch mit anderen externen Zertifizierungsstellen zusammen, wie z. B. OEKO-TEX®, um sicherzustellen, dass unsere Produkte Nachhaltigkeitsstandards entsprechen.)

Bluesign® ermöglicht uns, unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu erkennen und zu verstehen, sodass wir anschließend fundierte Entscheidungen über unseren Herstellungsprozess treffen können. Wie zum Beispiel – wollen wir die Bestandteile, die Zusammenstellung oder die Farben, die wir verwenden, im Kleidungsstück ändern? Laufend stellen wir uns Fragen dieser Art.

Das mikroben- und geruchshemmende Additiv, das wir seit Herbst 2019 im Notch Thermomaterial einsetzen, ist von Bluesign® genehmigt. Wir denken nicht nur an die Art des Materials, sondern auch an all seine verschiedenen Bestandteile und seine gesamte Auswirkung auf die Umwelt. In jedes einzelne Produkt, das wir anfertigen, gehen viele, viele Überlegungen ein.

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