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Geschichten von Läufer*innen

So haben Läufer*innen wie du den London Marathon erlebt

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London gehört zu den Abbott World Marathon Majors – den sieben größten und renommiertesten Marathons der Welt.

Wie alle Majors ist auch der London-Marathon ein riesiges und lebendiges Laufereignis, bei dem sich Eliteläufer*innen, Vereinsläufer*innen, ambitionierte Amateure und Marathon-Neulinge gemeinsam der Herausforderung stellen. Tatsächlich stellte er im Jahr 2026 den Rekord für die höchste Anzahl an Finishern bei einem Marathon auf, wobei 59.830 Läufer*innen die Ziellinie überquerten. Ein besonderer Aspekt in London ist die große Zahl an Läufer*innen, die für wohltätige Zwecke starten – der London Marathon ist sogar die größte jährliche eintägige Spendenveranstaltung der Welt. Dieses Jahr sammelten Läufer*innen über 90 Millionen £.

Ein rekordverdächtiger Wettkampf

In diesem Jahr war der London Marathon wirklich etwas ganz Besonderes, denn der Marathon-Weltrekord wurde gebrochen! Der Sieger Sabastian Sawe schrieb Geschichte und lief als erster Mensch offiziell einen Marathon in unter zwei Stunden: Nach 1:59:30 überquerte er die Ziellinie und pulverisierte damit den bisherigen Weltrekord von 2:00:35.

Und nicht nur er: Auch die nächsten beiden Läufer unterboten die alte Marke – Yomif Kejelcha wurde Zweiter mit 1:59:41 und Jacob Kiplimo Dritter mit 2:00:28. Auch bei den Frauen gab es Rekordstimmung: Tigst Assefa knackte mit einer Zeit von 2:15:41 ihren eigenen Weltrekord für Frauen.

Es war also ein rundum historischer Tag. Aber wie ist es unseren Läufer*innen ergangen? Wir haben uns nach dem Rennen mit drei unserer Brooks-Influencerinnen, Emily Shane, Lauren Green und Stien Edlund, getroffen, um all die Emotionen zu teilen, die man bei einem der größten Marathons der Welt hat. Hier verraten sie, wie sie ihren London Marathon erlebt haben.

Vorbereitung auf den großen Tag

Wer schon mal einen Marathon gelaufen ist, weiß: Da steckt jede Menge Vorbereitung dahinter. Es geht längst nicht nur ums Training. Auch die richtige Verpflegung, das passende Equipment und die Organisation am Wettkampftag spielen eine große Rolle – und garantiert gibt es immer ein paar Dinge, die man einfach vergisst!

London ist jedes Jahr im April, und das Wetter ist bekanntermaßen wechselhaft. Mal scheint die Sonne und es wird richtig warm, ein anderes Mal musst man mit Wind und Regen rechnen. Dieses Jahr war es ein richtig warmer Tag, und genau davor war Emily vor dem Wettkampftag besonders nervös: „Nachdem ich den ganzen Winter trainiert hatte, hat mir die Hitze am meisten Sorgen gemacht, weil man das einfach nicht kontrollieren kann! Aber am Ende war es gar nicht so schlimm. Viel Wasser und Duschen entlang der Strecke machten es so viel erträglicher!“

Für Lauren war es eher das Unbekannte, das sie nervös gemacht hat. Die meisten Läufer*innen absolvieren während ihres Trainingsblocks bis zu 30 oder 32 Kilometer und heben sich die letzten paar Kilometer für den Wettkampftag auf. Lauren sagte: „Vor dem Rennen hat mich das Unbekannte am meisten beschäftigt. Schaffe ich es, die 42,2 Kilometer an diesem Tag wirklich zu laufen? Was, wenn es zu heiß ist? Werde ich irgendwann an meine Grenzen stoßen?“ Spoiler-Alarm: Lauren hat die 42,2 Kilometer geschafft, und wir sind uns sicher: das war nicht ihr letzter Marathon …

Auch Stien hatte Bedenken, ob sie die volle Distanz schaffen würde, nachdem sie sich in der Vorbereitungsphase eine Erkältung eingefangen hatte: „Ich war die ganze Woche etwas erkältet, daher machte ich mir vor allem Sorgen wegen der Distanz und ob mein Körper mitmacht.“ Auch die Organisation am Start bereitete ihr Sorgen. Bei so einem großen Marathon strömen einfach jede Menge Läufer*innen zu den Startblöcken, zur Gepäckaufbewahrung und zu den Toiletten, wie sie anmerkt: „Ich war auch ein bisschen gestresst, rechtzeitig in meine Startwelle zu kommen, und wegen der Warteschlangen an den Toiletten. Zum Glück hat am Ende alles gut geklappt, obwohl die Warteschlange vor den Toiletten am Start wirklich lang war. Glücklicherweise ließ mich eine freundliche Frau vor, weil ich sonst meinen Start verpasst hätte.“

Die Strategie für den Wettkampftag

Sobald der Startschuss fällt und das Rennen beginnt, sind die Nervosität und Aufregung am Start schnell verflogen – jetzt heißt es: Siegesrunde genießen! Alle unsere Läufer*innen hatten unterwegs Höhen und Tiefen, aber das Geheimnis ist, eine gute Strategie zu haben, um damit umzugehen. Wir haben sie gefragt:

Wie bist du mit mentalen Tiefphasen umgegangen, wenn es ruhig oder richtig anstrengend wurde?

Emily und Stien nutzten die gleiche Technik: Sie haben das Rennen einfach in kleinere Abschnitte unterteilt. 42,2 Kilometer klingt erstmal viel und der Gedanke daran kann überwältigend sein – aber wenn du dir stattdessen kleinere Etappenziele setzt, fühlt sich alles viel machbarer an und du bleibst im Kopf entspannt.

Emily: „Ich unterteile die Strecke in meinem Kopf immer in kleine Abschnitte und denke nie an die komplette Distanz. Stattdessen konzentriere ich mich immer nur auf das nächste Etappenziel. Bei Kilometer 30 sage ich mir nicht: „Jetzt noch 12 Kilometer", sondern denke eher: ‚Zweimal 5 Kilometer, und dann noch die letzten 2.’ So fühlt sich der Marathon wie viele kleine Läufe hintereinander an – das macht es im Kopf viel leichter. Und jedes Mal, wenn ich ein Etappenziel abhake, gibt das nochmal einen echten Motivationsschub!“

Stien: „Ich habe das Rennen in kleinere Abschnitte unterteilt. Ab ungefähr Kilometer 30 wird es meistens richtig anstrengend, aber dann zähle ich nur noch bis Kilometer 32, denn ab da sind es „nur“ noch 10 Kilometer ins Ziel. Das fühlt sich gleich viel machbarer an!“

 Und für Lauren drehte sich alles um die Kraft des positiven Denkens. Sobald sie merkt, dass sie in ein mentales Tief rutscht, erinnert sie sich daran, warum sie dabei ist: „Ich ersetze alle negativen Gedanken durch positive! Wenn ich denke, ich schaffe es nicht, sage ich mir: Doch, ich KANN das! Wenn ich denke, es ist zu schwer, sage ich mir: Ich kann auch schwere Dinge meistern! Ich erinnere mich immer, warum ich das mache. Ich stelle mir vor, wie ich mich fühlen werde, wenn ich über die Ziellinie laufe. Ich sage mir, dass Schmerz vorübergehend ist, aber der Stolz bleibt für immer“

Ein richtig guter Tipp: Schreib dir dein Mantra oder dein „Warum“ einfach auf die Hand. So hast du in schwierigen Momenten immer deine Motivation direkt vor Augen – ein kurzer Blick reicht, und du weißt wieder, wofür du läufst.

Auch die richtige Verpflegung ist ein wichtiger Faktor bei einem so langen Wettkampf wie einem Marathon. Wir wollten wissen:

Wie sah dein Verpflegungsplan aus, und hast du dich daran gehalten?

Für Stien war das ein wichtiger Teil, um das Rennen in kleinere Abschnitte zu unterteilen. Sie sagt: „Ich habe alle 6 km ein Gel genommen, deshalb war ich immer darauf konzentriert, das nächste Etappenziel zu erreichen.“

 Und bei Lauren galt: Übung macht den Meister. Sie weiß, wie wichtig es ist, am Wettkampftag nichts Neues auszuprobieren, und erzählt: „Ich habe meinen Verpflegungsplan während meines gesamten Trainingsblocks geübt, damit mein Magen genau auf diese Menge eingestellt ist. Das hat mir das nötige Selbstvertrauen gegeben, auch während des Rennens regelmäßig Energie zuzuführen und nicht zu warten, bis es zu spät ist!“

Die Unterstützung der Menge aufsaugen

Der London-Marathon ist legendär für seine Zuschauer – die gesamte Distanz von 42,2 Kilometern ist gesäumt von Fans, und in belebten Bereichen wie der Tower Bridge stehen sie oft in Zehnerreihen. Tatsächlich war die Tower Bridge für Lauren und Stien das absolute Highlight auf der Strecke:

Lauren: „Nichts bereitet dich wirklich auf das Gefühl vor, wenn du über die Tower Bridge läufst! Die Atmosphäre ist absolut elektrisierend, du erlebst alle Emotionen gleichzeitig. Es ist einfach unglaublich!“

Stien: „Ich habe diesen Ort jedes Jahr online gesehen. Diesen Sommer bin ich dann dort entlangspaziert und habe mir vorgestellt, wie es wäre, beim Marathon tatsächlich über die Tower Bridge zu laufen. Das war immer mein Traum. Es war einfach surreal, im Rennen dann wirklich dort rüberzulaufen.“

  Für Emily war es dagegen ein eher unerwarteter Abschnitt, der ihr besonders im Gedächtnis geblieben ist. Canary Wharf ist für viele Läufer*innen eine echte Herausforderung. Bei Kilometer 29 stoßen viele an ihre Grenzen, und gerade dort sind die Zuschauermengen oft dünner als an anderen Teilen der Strecke. Aber Emily hatte eine völlig andere Erfahrung: „Alle haben mir gesagt, dass Canary Wharf ein schwieriger Teil der Strecke war, aber mir hat er eigentlich sehr gut gefallen. Die Energie war unglaublich und die Zuschauer einfach mega. Daran erinnere ich mich besonders, weil ich eigentlich dachte, ich müsste mich da richtig durchkämpfen, und am Ende hatte ich einfach richtig Spaß!“

Feiern nach dem Rennen

Die Fans feuern dich auf jedem Schritt bis zur Ziellinie an – aber wie feierst du, wenn du endlich angekommen bist? Für Lauren ist die Ziellinie einer der schönsten Momente des gesamten Wettkampfs. Sie sagt:

„Die Ziellinie des Marathons ist der unglaublichste Ort der Welt. Es berührt mich jedes Mal, zu sehen, wie jeder die 42,2 Kilometer aus seiner ganz eigenen Motivation zurücklegt. Ich liebe es, mich an der Ziellinie mit anderen Läuferinnen und Läufern über ihr Rennen zu unterhalten. Meine Mutter und meine Tochter haben im Ziel auf mich gewartet. Allein der Gedanke daran, sie am Ende zu sehen und in die Arme zu schließen, hat mich immer wieder motiviert und angetrieben.“

Dann, nach dem Rennen, drehte sich alles um Regeneration und neue Energie tanken. Emily hat sich nach dem Rennen mit Schokomilch, einem Schaumbad und einer riesigen Pizza belohnt, während Lauren sich einen Burger mit Pommes gegönnt und den Moment reflektiert hat: „Ich habe mir die Highlights vom Weltrekord angeschaut und war einfach überwältigt, dass ich an genau diesem Tag dabei sein durfte. Ich habe mich entspannt und mir bewusst gemacht, was ich gerade Großartiges geschafft habe.“

Tipps für andere Läufer*innen

Nachdem sie es selbst geschafft haben, welchen Rat würden unsere Läufer*innen jemandem geben, der nächstes Jahr in London – oder bei einem anderen Marathon – an den Start gehen möchten?

Bester praktischer Tipp für den Start?

Emily, Lauren und Stien haben ganz ähnliche Ratschläge für alle, die beim London-Marathon starten wollen: Sei früh vor Ort, stell dich rechtzeitig in die Toilettenschlange und pack eine extra Kleidungsschicht ein, um warm zu bleiben!

Emily: „Plane genügend Zeit ein, um zum Start zu kommen und deinen Startblock zu finden – lieber mehr als weniger. Es gibt nichts Schlimmeres, als sich abzuhetzen und sich noch mehr zu stressen! So hast du Zeit, auf die Toilette zu gehen, denn ich garantiere dir, dass du vor Aufregung nochmal Pipi musst, es losgeht. Und noch ein kleiner Extra-Tipp: Nimm eigenes Toilettenpapier mit und dank mir später!“

Lauren: „Sei frühzeitig an der Startlinie, plane genügend Zeit ein, um dorthin zu kommen, und auch genügend Zeit, um deine Tasche abzugeben. In meiner Abgabetasche habe ich immer einen warmen Trainingsanzug, Badeschlappen, eine Dose Cola, eine Powerbank, eine Tüte salzige Chips und Feuchttücher. Plane außerdem ausreichend Zeit ein, um die mobilen Toiletten so oft zu nutzen, wie du musst. Nimm Snacks mit, um deine Energiereserven aufzufüllen, und zieh einen alten Hoodie an, damit du schön warm bleibst – den kannst du dann einfach vor dem Start in die Kleiderspenden-Säcke geben.“

Stien: „Zieh am besten einen billigen oder alten Pullover an, den du kurz vor dem Start abgeben oder wegwerfen kannst – so bleibst du bis zum letzten Moment schön warm. Und komm ruhig ein bisschen früher, damit du ganz entspannt zur Toilette gehen kannst, ohne dich stressen zu müssen.“

Welchen Uhren-Tipp würdest du allen geben, die zum ersten Mal einen Marathon laufen?

Bei einem Großstadtmarathon kann das GPS bekanntermaßen unzuverlässig sein. Also haben wir unsere Läufer*innen nach Tipps gefragt, wie sie damit umgehen, egal, ob sie auf eine persönliche Bestzeit laufen oder einfach nur Spaß haben wollen:

Emily: „Ich bin ein großer Fan der Run/Walk-Methode (auch „Jeffing“ genannt). Wenn du das auch vorhast, stelle am besten schon vor dem großen Tag sicher, dass alles auf deiner Uhr eingestellt und startklar ist – und halte dich dann auch an deinen Plan! Gerade am Renntag ist die Stimmung so mitreißend, dass man schnell mal die Gehpausen überspringt. Aber wenn du genau so trainiert hast, vertrau ruhig auf deine Vorbereitung.“

Lauren: „Verlass dich besser auf dein Durchschnittstempo statt auf das aktuelle Tempo, denn beim Marathon kann das GPS schon mal verrücktspielen und das Moment-Tempo ist nicht immer genau. Dein Durchschnittstempo verrät dir, wie schnell du insgesamt unterwegs bist und du bekommst einen viel besseren Überblick, wo du gerade stehst.

Stien: „Starte nicht zu schnell und verlasse dich nicht zu sehr auf deine Uhr. Deine Herzfrequenz wird aufgrund von Stress, Aufregung oder Koffein wahrscheinlich höher sein und Geschwindigkeitsanzeigen sind nicht immer genau. Für deinen ersten Marathon würde ich empfehlen, nach Gefühl zu laufen und die erste Hälfte entspannt anzugehen. Wenn du das Gefühl hast, dass du schneller könntest, machst du es richtig und kannst in der zweiten Hälfte anfangen, mehr Gas zu geben.“

In welchem Schuh bist du gelaufen?

Und natürlich die alles entscheidende Frage für unsere Brooks-Läufer*innen – welche bewährten Schuhe haben sie am Marathontag getragen?

Emily: „Brooks Ghost 17!“

Lauren: „Ich bin in den neon-grünen und blauen Hyperion Elite 5 gelaufen und sie haben sich großartig angefühlt!“

Ein unglaubliches Erlebnis

Man kann mit Recht sagen, dass unsere London Marathon Läufer*innen eine einmalige Erfahrung gemacht haben. Wenn du dich für das Losverfahren nächstes Jahr angemeldet hast, auf einen Charity-Startplatz hoffst oder das Ziel hast, eine „Good-for-Age“-Qualifikationszeit anpeilst, wünschen wir dir viel Erfolg! Wenn du einen Platz bekommst, erwartet dich garantiert ein Tag, den du nie vergessen wirst – das zeigen auch die Erlebnisse unserer Läufer*innen.

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