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Geschichten von Läufer*innen

Insider-Tipps für den Berlin-Marathon 2026

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Berlin gehört zu den World Marathon Majors und ist als eine der schnellsten Strecken der Welt bekannt – tatsächlich wurde der Marathon-Weltrekord hier schon 13 Mal gebrochen.

Egal, ob du auf deine persönliche Bestzeit abzielst, deinen ersten Marathon läufst oder einfach nur die Atmosphäre eines Großstadtmarathons genießen möchtest, wir haben alle nötigen Tipps und Tricks für erfolgreiche 42,2 Kilometer. Außerdem haben wir Running-Influencer Fino von @runningshoesworld nach seinen besten Tipps für Berlin gefragt. Er ist den Berlin-Marathon bereits dreimal gelaufen und steht diesen September wieder an der Startlinie – da profitierst du von echtem Insiderwissen.

1. Bereite dich auf jedes Wetter vor

Der September in Berlin kann wunderschönen Sonnenschein bringen … oder strömenden Regen. Schau dir vorher die Wettervorhersage an und sei auf alles vorbereitet, was das Wetter mit sich bringen kann.

Fino hatte bei jedem seiner drei Berlin-Marathons unterschiedliche Wetterbedingungen: „Bei einem Wettkampf hat es geregnet, beim zweiten war es warm und letztes Jahr war das Wetter okay. Normalerweise trainiere ich bei jedem Wetter, für den Fall, dass ich am Wettkampftag mit solchen Bedingungen umgehen muss. Sei einfach auf jedes Wetter vorbereitet.“ Denke daran, dass es kein schlechtes Wetter gibt – nur die falsche Kleidung!

2. Übernimm dich auf der Expo nicht

Auf der Expo tummeln sich tausende aufgeregte Läufer*innen und hunderte Aussteller*innen. Das bedeutet, dass man leicht Stunden mit Herumschlendern, Vorträgen und Shopping verbringen kann – und am Ende völlig erschöpft ist, bevor der Wettkampf überhaupt anfängt. Geh am besten früh in der Woche hin, schnapp dir deine Startnummer, schau dir die Stände an, die dich interessieren, und fahr dann zurück ins Hotel, um deine Beine zu schonen.

3. Verbringe den Samstag ganz entspannt

Berlin ist eine unglaubliche Stadt und es ist natürlich verlockend, die Tage vor dem Wettkampf mit Museen und Sightseeing zu füllen. Aber Fino empfiehlt, den Samstag so locker wie möglich anzugehen: „Schau, dass du bis Freitagabend fast alles erledigt hast und nutze den Samstag zum Entspannen und für letzte wichtige Erledigungen vor dem Wettkampf! Ich versuche außerdem, früh schlafen zu gehen.“

4. Schau dir die Startlinie an

Berlin ist ein sehr beliebter Marathon, bei dem über alle Wettbewerbe hinweg rund 60.000 Läufer*innen erwartet werden. Das bedeutet, dass der Weg zur Startlinie sehr voll sein kann und die Startblöcke dicht gedrängt sind. Anstatt blind der Menge aus der U-Bahn zu folgen (und womöglich am falschen Ort zu landen), empfiehlt Fino, dir am Samstag etwas Zeit zu nehmen und deinen Startblock anzusehen.

Er erklärt: „Normalerweise besuche ich die Startlinie am Tag vor dem Wettkampf, damit ich genau weiß, wohin ich muss und wie ich auch unter Druck entspannt dorthin komme. Das hilft enorm bei der Orientierung am Morgen des Wettkampftags. Du willst dir nicht schon auf dem Weg zum Startblock unnötig Stress machen. Das kann deinen Wettkampf stark beeinflussen. Du solltest an der Startlinie ankommen und dich startklar fühlen, nicht panisch.“

5. Plane am Wettkampfmorgen einen Puffer ein

Aufgrund der Menschenmengen solltest du dir am Morgen des Wettkampfes etwas mehr Zeit nehmen, damit du nicht hetzen musst und ausreichend Zeit hast, dich fertig zu machen, zum Startblock zu gehen und die Atmosphäre aufzusaugen.

Finos bewährter Rat lautet: „Am Morgen des Wettkampfs wache ich pünktlich auf und mache mich mit viel Pufferzeit fertig, damit ich ruhig und entspannt beim Wettkampf ankomme. Ich bin zwar aufgeregt, gerate aber vor einem Wettkampf nie in Panik. Ich sage mir immer: Ich bin hier, um Spaß zu haben!“

6. Erwäge, deine eigenen Flaschen zu verwenden

Berlin ist einer der wenigen Marathons, bei denen auch Breitensportler eigene Flaschen an den Versorgungsstationen deponieren dürfen. Um diesen Service nutzen zu können, musst du deine Flaschen mit Namen, Startnummer und der gewünschten Station beschriften und am Sonntagmorgen abgeben. Wenn du also während des Trainings ein bewährtes Elektrolyt- oder Kohlenhydratgetränk verwendet hast, musst du am Wettkampftag kein Risiko mit einem anderen eingehen.

Beachte jedoch, dass die Abgabe am Wettkampfmorgen früh endet (6.30–7.30 Uhr). Plane dies also direkt in deine Pufferzeit mit ein.

7. Lass dich nicht mitreißen

Berlin ist flach – es passiert also leicht, dass man schneller läuft als geplant, besonders bei der ganzen Aufregung am Start. Die Strecke hat auf den gesamten 42,2 Kilometern kaum Höhenmeter, es hält dich also körperlich nichts zurück. Gehst du die ersten Kilometer jedoch zu schnell an, könntest du es später bereuen. Strebe stattdessen einen leichten negativen Split an – so bleibt dir am Ende noch Energie für einen schnellen Zieleinlauf.

Finos Strategie: „Ich starte normalerweise nicht zu schnell – die ersten 5 km nutze ich, um mich aufzuwärmen und in meinen geplanten Rhythmus zu kommen! Dann laufe ich mein Marathontempo für 20 km bis 30 km. Die restlichen 7 km hängen davon ab, wie ich mich fühle … Ich liebe es einfach, bei meinen Wettkämpfen die Energie der Menge zu spüren!“

8. Schließe dich einer Tempogruppe an

Einige Bereiche des Marathons, besonders rund um den Fernsehturm, können GPS-Probleme verursachen, obwohl Fino sagt, dass die Uhr meistens verlässlich ist. Trotzdem empfiehlt er, sich einer Tempogruppe anzuschließen, denn: „Wenn ich in einer Tempogruppe laufe, schaue ich meistens nicht so oft auf meine Uhr, weil ich meinen Rhythmus gut wahrnehme.“

9. Genieße die Energie der Menge

Mehr als eine Million Zuschauende säumen die 42,2 Kilometer des Berlin-Marathons. Dazu kommen etwa 80 Live-Bands, Gruppen und Chöre entlang der Strecke, sodass es selten wirklich leise wird. Lass dich von der Energie des Publikums durch den Wettkampf tragen – schließlich steht dein Name auf der Startnummer, sodass du unterwegs immer wieder persönlich angefeuert wirst.

10. Hebe dir etwas Kraft für den Endspurt auf

Der Zieleinlauf führt dich durch das Brandenburger Tor. Es ist ein geradezu magischer Moment, und die Menge ist auf dem letzten Abschnitt entlang des breiten Boulevards der Straße des 17. Juni am lautesten. Wie Fino sagt: „Der aufregendste Moment im ganzen Wettkampf ist diese letzte Kurve, wenn du das Brandenburger Tor vor dir siehst.“

Das Wissen, dass dieses Highlight gleich kommt, kann dir helfen, noch einmal alles zu geben, wenn es schwierig wird. Vielleicht ist das genau der Antrieb, den du für den letzten, (potenziell) schmerzhaften Abschnitt brauchst.

11. Genieße es!

Versuche vor allem, jeden einzelnen Moment auszukosten. Es wird anstrengend werden. Schließlich hat nie jemand behauptet, dass es einfach wäre, einen Marathon zu laufen. Aber der Berlin-Marathon ist ein fantastisches Erlebnis, das du absolut schätzen wirst, sobald du deine wohlverdiente Medaille in den Händen hältst.

Also, ganz im Sinne von Fino: „Geh raus und gib dein BESTES, es ist DEIN Wettkampf! Lauf ihn auf DEINE Weise! Viel Glück und wir sehen uns auf der Strecke.“

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