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Ausrüstung und Technologie

Virtuelle Marathons: Die neue Realität für Läufer*innen

Frau läuft auf einer Strandpromenade

Wenn uns die Pandemie etwas gelehrt hat, ist es die Tatsache, dass das Leben nicht immer nach Plan läuft. Virtuelle Wettkämpfe können oft abschreckend wirken, wenn man es als Läufer*in gewohnt ist, sich von einer Menschenmenge oder den Mitläufer*innen pushen zu lassen. Wirst du 2022 an virtuellen 5- oder 10-km-Läufen oder sogar an virtuellen Marathons teilnehmen? Wir sagen dir, wie du das Beste aus dieser ungewöhnlichen Situation machen kannst.

Durch die Pandemie müssen Laufziele aufgeschoben werden

Wie viele von euch auch, habe ich im Winter 2020 viele Kilometer zurückgelegt, mit dem Ziel im Frühling an einem Marathon teilzunehmen. Als die Pandemie losbrach, wurde ich aus meiner Laufroutine gerissen und habe mich mit einem neuen Format angefreundet: den virtuellen Marathons. Alleine zu laufen war nicht das, was ich wollte, aber mit ein paar Umgewöhnungen konnte ich das Beste aus dieser Situation machen — und du kannst das auch!

In diesem Jahr wird es wohl endlich wieder einige echte Wettkämpfe geben, aber die virtuellen Marathons sind noch nicht völlig vom Tisch. Es zahlt sich aus, sich auf beide Formate körperlich und geistig einzustellen.

Denk dran, du bist nicht alleine

Der erste Schritt ist es, sich mental auf einen 42,2-km-Lauf — oder auch jede andere Distanz — ohne jubelnde Mengen, Streckensupport und andere Läufer*innen neben dir - einzustellen. Verlier nicht aus den Augen, warum du überhaupt an einem Rennen teilnehmen wolltest. Nutze dies, um dich beim Training und auch am Tag deines virtuellen Rennens zu motivieren. Sei dir bewusst, dass deine Kilometer nicht umsonst sein werden: Sobald du wieder an echten Rennen teilnehmen kannst, werden sich die virtuellen Rennen und das Training auszahlen.

Du musst außerdem auch bei virtuellen Wettkämpfen nicht alleine laufen. Vielleicht hast du sogar schon Trainingspartner*innen für dein geplantes Rennen in petto, also verabrede dich mit ihnen für dein virtuelles Rennen, wenn möglich. Dasselbe gilt für den Crowd-Support entlang der Strecke - natürlich unter Beachtung der gültigen Abstands-Regeln. Bitte ein paar Familienmitglieder und Freund*innen, sich an deiner virtuellen Strecke aufzustellen, um dich zu bejubeln, dir an bestimmten Streckenabschnitten Wasser und Essen zu reichen und da zu sein, wenn du deine persönliche Ziellinie erreichst. So wird sich dein virtueller Wettkampf gleich ganz anders anfühlen!

Ein Mann läuft vor einem grünen Hügel eine Straße herunter

Ein virtuelles Rennen kann wie ein Testwettkampf sein

Nutze diese virtuellen Rennen als Testrennen für zukünftige reale Events. Probiere auch die Kombination deiner Laufkleidung aus, von der du denkst, dass sie im Rennen funktionieren kann. Verfahre ebenso bei deiner Ernährung während des Tages, neue Energie durch Essen und Trinken zu tanken, um zu erfahren, was bei den anstrengenden Phasen hilft und wie du sie überwindest, denn sie werden bei einem langen Rennen auftreten. Merke dir, was gut und was weniger gut klappt, und nutze diese Erfahrung das nächste Mal, wenn du an einem realen Rennen teilnimmst.

Denke auch daran, dass virtuelle Marathons durchaus Vorteile haben. Du kannst dir den Tag aussuchen, an dem du läufst. Du kannst dir sogar die Wettervorhersage ansehen und dir einen Tag mit der idealen Temperatur und den idealen Bedingungen aussuchen.

Außerdem kannst du dir deine gewünschte Strecke auswählen. Du hasst fiese Steigungen? Dann such dir einfach eine flachere Strecke aus, die besser zu deinem Laufstil passt. Dasselbe gilt auch für die Tageszeit, zu der du deinen Lauf beginnst. Du bist kein/e Frühaufsteher*in Absolut kein Problem, wenn du virtuell läufst. Dein Tag, deine Regeln.

Niemand weiß, wann man wieder persönlich an all den geplanten, realen Events teilnehmen kann. Bis dahin werden virtuelle Marathons wohl ein fester Bestandteil der Laufszene sein. Plane damit, dass es noch etwas dauert, bleib positiv eingestellt und nutze es, deine Strategie für reale Rennen zu perfektionieren. Sobald man wieder richtig und real an großen Marathons teilnehmen kann, wirst du von deiner Erfahrung aus den virtuellen Rennen profitieren.

Die Ratschläge unserer Redakteur*innen sind nur zu Informations- oder allgemeinen Aufklärungszwecken gedacht. Wir empfehlen dir immer, mit deinem/r Arzt/Ärztin oder Gesundheitsberater*in zu sprechen, bevor du deine Lauf-, Ernährungs- oder Fitnessroutine anpasst.

Verfasst von
Amanda Loudin

Autorin für Gesundheits- und Wissenschaftsthemen

Amanda Loudin beim Laufen im Wald

Ich laufe seit über zwanzig Jahren und bin ebenso lange Journalistin. Außerdem bin ich zertifizierter Lauf-Coach und nichts macht mich glücklicher, als das Schreiben mit dem Laufen zu verbinden. Ich bin mit zwei- und vierbeinigen Freunden auf den Trails unterwegs.