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Lauf-Community

Macht mich langsames Laufen zu einem schlechten Läufer?

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Wenn du durch deinen Strava- und Instagram-Feed scrollst, könnte man meinen, alle Läufer*innen laufen nur lange Rennen und sind ständig auf der Jagd nach Bestzeiten. Aber das ist nicht immer der Fall.

Nicht jeder Lauf in deinem Trainingsplan muss ein persönlicher Rekord werden, besonders bei längeren Strecken. Manchmal kann schon ein entspannter Jogginglauf Wunder wirken: Du bekommst den Kopf frei und tust gleichzeitig viel für deine Fitness und Regeneration. Tatsächlich kann Slow Running eine der besten Techniken sein, die du in deinen Trainingsplan einbauen kannst.

Was ist Slow Running?

Langsames Laufen ist für jeden individuell. Es gibt kein festes Tempo, vielmehr dreht sich alles um dein persönliches Anstrengungslevel. Eine gute Orientierung: Wähle ein Tempo, das sich entspannt und leicht anfühlt – etwa vier von zehn auf deiner persönlichen Anstrengungsskala. Das Gesprächstempo ist ein guter Anhaltspunkt dafür, dass du mit wenig Kraftaufwand läufst. Wenn du dich mit deinen Laufpartner*innen unterhalten kannst, ohne außer Atem zu kommen, bist du genau richtig unterwegs.

Gerade wenn du draußen läufst, kann ein langsamer Lauf auch deinem mentalen Wohlbefinden einen echten Boost geben. Ein Lauf kann richtig angenehm sein, wenn du im lockeren Jogging-Tempo unterwegs bist und die Zeit draußen genießt. Und wenn du gerade mit anderen läufst, sorgt das langsamere Tempo für ein besonders geselliges Erlebnis.

Mach dir keine Gedanken über Strava-Kudos oder darüber, ob du mal überholt wirst. Nimm den Lauf einfach so, wie er ist: Genieße die Natur und tu dabei etwas Gutes für dich. Vielleicht lässt du sogar mal die Uhr zuhause und läufst ganz ohne Zeitdruck – so bist du wirklich im Hier und Jetzt und kannst deinen Run voll und ganz genießen.

„Für mich ist es weitaus erfüllender, mich auf mich selbst zu konzentrieren und darauf, wie ich den Lauf angenehmer gestalten kann, als ständig irgendwelchen Zeiten hinterherzujagen. Laufen bedeutet für mich, mir selbst zu beweisen, dass ich es schaffen kann – und zwar mit einer Portion Freundlichkeit mir selbst gegenüber.“

Emily Shane

Vorteile von langsamem Laufen für fortgeschrittene Läufer*innen

Vielleicht denkst du, Slow Running ist nur etwas für Laufanfänger zum Einstieg. Aber tatsächlich ist es eine clevere Technik für alle Läufer*innen – selbst für Laufprofis, die schon seit Jahren laufen.

Tatsächlich bringt es jede Menge Vorteile, wenn du Slow Running in deinen Trainingsplan einbaust, egal wie lange du schon trainierst. Viele glauben, nur wer schnell läuft, wird auch schneller, aber – auch wenn es vielleicht widersprüchlich klingt – Slow Running kann tatsächlich helfen, die Geschwindigkeit zu verbessern und Kraft aufzubauen.

Ständige Vollgas zu geben kann deinen Fortschritt ausbremsen und führt oft dazu, dass du schneller ermüdest, vor allem wenn du regelmäßig drei Mal oder öfter pro Woche trainierst. Dabei verbrauchst du jede Menge Energie, und die High-Impact-Läufe fordern deinen Körper und deine Muskeln richtig. So wird es schwerer, dein volles Potenzial beim Laufen auszuschöpfen.

Zwischen den schnellen Einheiten mal einen Gang runterzuschalten unterstützt deine Regeneration, senkt das Verletzungsrisiko und sorgt dafür, dass du deine Kraft behältst – besonders in der Vorbereitung auf große Rennen Genau deshalb sind Shake-out-Läufe vor Wettkämpfen so beliebt: Sie fördern deine Durchblutung, lockern die Muskeln und helfen dir, fit und ausgeruht an den Start zu gehen – ob Marathon oder Halbmarathon.

Denk an die 80/20-Laufregel: Halte 80 % deines Trainings locker und entspannt, nur 20 % richtig intensiv.

Langsam zu laufen gibt dir auch die Zeit, dich voll auf deinen Lauf zu konzentrieren. Du kannst in Ruhe an deiner Atmung und Lauftechnik feilen und wirst so Schritt für Schritt zum besseren Läufer.

Was ist die Run-Walk-Methode?

Run-Walk ist eine weitere „Slow Running“-Technik, die wirklich gut funktioniert. Statt dein gesamtes Lauftraining in schnellem Tempo durchzuziehen, kannst du deine Laufeinheiten mit kurzen Gehphasen auflockern und dadurch von vielen Vorteilen profitieren. Mit dem Run-Walk-Training bleibst du länger in Bewegung, ohne plötzlich anzuhalten, was dir besonders beim Wettkampftraining hilft. Probier doch mal, zwischen deinen Laufintervallen jeweils 30 Sekunden Gehzeit einzubauen. So werden deine Übergänge geschmeidiger, du bleibst voller Energie und kannst noch mehr aus deinen Laufintervallen herausholen. Die Run-Walk-Methode ist perfekt, um mehr Kraft aufzubauen und dich optimal auf dein nächstes Rennen vorzubereiten.

Welche Schuhe brauche ich fürs Slow Running?

Beim Slow Running oder Run-Walks zählen vor allem Dämpfung, Komfort und Stabilität. Ein zuverlässiger Schuh für jeden Tag, wie der Glycerin Max oder die Modelle aus unserer Ghost-Serie, ist hier genau die richtige Wahl.

Teste unseren Shoefinder , um zu sehen, welche Laufschuhe zu dir passen.

Beim Laufen kommt es nicht nur darauf an, alles zu geben. Es ist genauso wichtig, zu wissen, wann du entspannt laufen und Kraft sammeln solltest. So bleibst du nicht nur gesund, sondern genießt deine Läufe auch viel mehr. Wenn du also das nächste Mal deinen Trainingsplan zusammenstellst, achte darauf, einige langsame Läufe einzubauen.

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