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Training

Run Stronger: Verbessere deine geistige Leistungsfähigkeit

Zwei Läufer sprinten einen Pfad hinab.
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Dein körperliches Training ist bloß der Anfang, wenn du auf einem hohem Niveau laufen möchtest. Das Verständnis und der Aufbau mentaler Stärke können auch deine Leistung steigern.

Ein fehlendes Puzzleteil zu besseren Leistungen

Viele Läufer*innen investieren viel Zeit und Energie in den körperlichen Aspekt des Sports. Sie trainieren, um ihren Schritt zu verbessern, ihre Geschwindigkeit zu erhöhen und ihre Ausdauer zu steigern. Der körperliche Aspekt des Trainings ist wichtig, aber er ist nicht alles. Wenn du deine Leistung verbessern willst, solltest du eventuell einmal deine mentale Stärke genauer unter die Lupe nehmen. Aber was genau versteht man unter mentaler Stärke?

Die diversen Faktoren mentaler Stärke

Es gibt einfache Methoden, um körperliche Stärke zu messen – wie viel du stemmen, wie weit du werfen oder wie schnell du laufen kannst. Die mentale Stärke hingegen ist nicht messbar wie die körperliche Stärke. Du zählst keine Wiederholungen oder Kilometer, wenn du deine mentale Stärke trainierst. Mental stark zu sein bedeutet, dass du selbstbewusst, entschlossen, vorbereitet und in der Lage bist, mit Druck umzugehen. Mentale Stärke kann auch mit Freude einhergehen, was viele Sportler*innen gar nicht berücksichtigen, wenn sie über mentale Stärke nachdenken.

„Bei der mentalen Stärke geht es darum zu lernen, dass man nicht leiden muss, um gut zu sein.“

Dr. Kristin Keim Keim Performance Consulting

Dr. Kristin Keim ist Sport- und Leistungspsychologin. Als ehemalige Leistungssportlerin im Radsport hat sie gelernt, wie Geist und Körper zusammenwirken können, um Leistung zu verbessern oder sie zu hemmen. Heute unterstützt Keim ihre Klient*innen mit integrativen, ganzheitlichen und auf Kraft beruhenden Ansätzen in ihrer Praxis, Keim Performance Consulting.

Sie erklärt, dass die übergreifenden Prinzipien der mentalen Stärke zwar breit gefächert sind, aber auf jeden Menschen anders anzuwenden sind. Tiger Woods hat eine spezielle Methode, um mentale Stärke zu entwickeln, während Des Linden beispielsweise einem anderen Weg folgt. Diese Athlet*innen gehen zwar unterschiedliche Wege, um mentale Stärke zu entwickeln, doch beide verstehen ihre individuellen Bedürfnisse.

“Jede Person hat eigene Motivationen. Das bedeutet, dass man, um mental widerstandsfähig zu sein, die Fähigkeit haben muss, über sich selbst zu lernen. Um in deinem Sport besser zu werden, reicht es nicht aus, dich durch deine Workouts oder deine Trainings zu schlagen. Bei der mentalen Stärke geht es darum zu lernen, dass man nicht leiden muss, um gut zu sein”, erklärt sie.


Brooks Beast celebrate after a run.

Dr. Keim hat mit einer Menge olympischer Sportler*innen gearbeitet und festgestellt, dass eine überraschende Anzahl von ihnen ihre Erfahrung nicht genossen hat. Einige übertrieben das Training und andere kämpften mit schwierigen Beziehungen zu Trainer*innen oder anderen Sportler*innen.

„Auf dem Papier oder auf Instagram kommen sie wie mental starke Sportler*innen rüber, die mit allem fertig werden. Aber ich würde sagen, dass es ihnen tatsächlich an mentaler Stärke mangelte, weil sie unter dieser Erfahrung litten. Kannst du dir vorstellen, wie gut einige dieser Sportler*innen abschneiden würden, wenn sie glücklich wären? Selbst wenn sie nicht so gut abschneiden sollten, wie sie es sich erhofft hatten, würden sie wenigstens glücklich sein. Ich denke, das sollte etwas bedeuten.“

Alles zusammengenommen

Genau wie das Verbessern deines Schrittes braucht auch die mentale Stärke Übung. Willst du mental stärker werden? Hier sind einige Tipps und Übungen, die dir helfen, Selbstvertrauen aufzubauen, mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln und glücklicher zu werden.

Women running up bleacher steps.

Entwickle ein Mantra

Ein starker, motivierender Satz oder eine Phrase kann viel dazu beitragen, Selbstvertrauen aufzubauen. Dein Mantra sollte bejahend sein, aber einfach. Wiederhole es immer wieder im Training und Wettkampf.

Halte dir deine Ziele vor Augen

Mache dir ein klares Bild von einem Laufziel, wie etwa das Beenden eines Wettkampfs oder das Erreichen einer Bestzeit. Dann konzentriere dich auf das Bild und stelle dir vor, wie es sich anfühlt, in solchen Situationen zu performen. Vergiss auch nicht, deine Ziele aufzuschreiben – das wird deine Selbstdisziplin unterstützen.

Women wearing Brooks shoes on her hands, holding them together.

Meditiere

Eine einfache Meditation von 20–30 Minuten pro Tag kann helfen, Stress zu bewältigen, negative Emotionen abzubauen und das Selbstbewusstsein zu stärken. Setze oder lege dich bequem in einem ruhigen Raum hin. Schließe deine Augen, atme natürlich und konzentriere dich auf deine Atmung und deinen Körper.

Mach eine Pause

„Manchmal ist weniger auch mehr. Ruhetage für Cross-Training zu nutzen, ist nicht wirklich eine Erholung. Um stärker zu werden, musst du lernen, wie du dich besser ausruhen kannst“, meint Dr. Keim. Es ist völlig in Ordnung, eine Pause zu machen und etwas zu tun, das nichts mit deinem Sport zu tun hat.

Willst du deine Laufleistung verbessern? Lass deinen Geist nicht aus der Form geraten. Trainiere sowohl dein Gehirn als auch deinen Körper, damit der Lauf noch mehr Spaß macht.

Wenn du mehr darüber erfahren willst, wie du gesünder laufen kannst, schau dir unsere Geschichten zuVorsätzen sowie einer gesunden Beziehung zu Nahrung an.

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