Welche Laufweste brauche ich?
Auch wenn eine Laufweste nicht für alle Läuferinnen und Läufer zur Grundausstattung gehört, ist sie eine wichtige Ergänzung – unabhängig von der Distanz oder davon, wo du dich auf deiner Laufreise befindest. Du musst weder lange Strecken noch Trails laufen, um das Tragen einer Laufweste zu rechtfertigen. Selbst für einen kurzen Lauf oder einen 5-km-Lauf kann eine Laufweste besonders praktisch sein, um deine wichtigsten Dinge sowie Wasserflaschen, Softflasks und Snacks mitzunehmen.
Je nach Art deines Laufs gibt es viele verschiedene Westen, und bestimmte Merkmale können dabei helfen, die beste Weste für deine Bedürfnisse zu finden.
Was ist eine Laufweste?
Diese ärmellosen und leichten Westen werden über deiner Laufbekleidung getragen und bieten zusätzlichen Stauraum. Die meisten Modelle verfügen über zahlreiche Taschen, damit du alles verstauen kannst, was du für deinen Lauf benötigst. Du wirst überrascht sein zu hören, dass nicht jeder Lauf das technisch fortschrittlichste Modell erfordert. Ob langer Lauf, kurzer Lauf oder Trailrun – jede Laufart hat unterschiedliche Prioritäten und Anforderungen, weshalb jeweils eine andere Art von Laufweste sinnvoll sein kann.
Worauf sollte man bei einer Laufweste achten?
Beim Kauf einer Laufweste gibt es viele verschiedene Materialien und Eigenschaften, auf die du achten solltest.
Das Wichtigste ist, die Anforderungen deines Laufs zu kennen: Brauchst du mehr Stauraum? Wie viel Flüssigkeit möchtest du mitnehmen? Wie lange wirst du unterwegs sein? Für einen 5-km-Lauf oder eine Einheit von bis zu einer Stunde reicht in der Regel ein Fassungsvermögen von 1 bis 2 Litern aus. Für Läufe von fünf bis sechs Stunden benötigst du jedoch deutlich mehr Kapazität.
Wähle ein bequemes und leichtes Material. Polyester eignet sich hervorragend, da es atmungsaktiv und feuchtigkeitsableitend ist. Nylon ist ebenfalls eine gute Wahl, da es oft weicher und besonders langlebig ist.
Taschen sind ein zentrales Merkmal jeder Laufweste. Sie bieten Platz für Wasserflaschen, Gels, dein Smartphone oder sogar eine zusätzliche Kleidungsschicht. Noch besser sind Taschen mit Reißverschluss, damit alles sicher verstaut bleibt.
Auch die Atmungsaktivität spielt eine entscheidende Rolle. Behalte die Wetterbedingungen im Blick, damit du die passende Weste auswählst. An warmen Tagen oder wenn du schnell ins Schwitzen kommst, empfiehlt sich ein Modell mit Mesh-Einsätzen, um Überhitzung zu vermeiden.
Schließlich ist die Passform wichtig. Deine Laufweste sollte eng am Körper sitzen und sich wie ein natürlicher Teil deiner Laufausrüstung anfühlen – also körpernah, aber dennoch verstellbar. Sie sollte nicht verrutschen oder hüpfen, und alle Taschen sollten leicht erreichbar sein.
Je nach Art deines Laufs gibt es unterschiedliche Merkmale, auf die du achten solltest:
Für einen kurzen Alltagslauf
Vielleicht denkst du, dass du für einen kurzen Lauf keine Weste brauchst – aber wenn du eine tragen möchtest, unterstützen wir das voll und ganz. Für uns ist kein Lauf zu kurz für eine Laufweste.
Für kürzere Läufe eignet sich eine einfachere Weste. Wähle ein leichtes und kompaktes Modell, das Platz für deine wichtigsten Essentials bietet und gleichzeitig hohen Tragekomfort gewährleistet.
Für einen langen Lauf in der Stadt
Hier steht Stauraum an erster Stelle. Wenn du mehrere Stunden unterwegs bist, solltest du eine Weste mit größerem Fassungsvermögen wählen, die besonders bequem sitzt. Achte außerdem auf reflektierende Elemente, damit du im Winter oder bei Läufen am Abend für andere Verkehrsteilnehmer und Läufer sichtbar bleibst.
Auch bei Marathons können Laufwesten sehr praktisch sein, da du dein Wasser in Softflasks mitführen kannst und weniger auf Verpflegungsstationen angewiesen bist – insbesondere da viele Marathons die Verwendung von Einwegplastik und Bechern reduzieren.
Für einen Trailrun
Eine größere Kapazität ist auch hier besonders wichtig. Du solltest ausreichend Platz für zusätzliche Flüssigkeit sowie zusätzliche Snacks für deinen Trailrun einplanen.
Trailrunning bringt zusätzliche Risiken mit sich, insbesondere wenn du in abgelegenere Gebiete oder auf mehrtägige Trails unterwegs bist. Achte darauf, dass deine Weste genügend Platz für ein Erste-Hilfe-Set, eine Notfallpfeife und Trekkingstöcke bietet. Denke außerdem daran, dass sich das Wetter auf Trails deutlich von den Bedingungen am Startpunkt unterscheiden kann. Daher ist ein wetterbeständigeres Modell von Vorteil.
Einige Westen verfügen über integrierte Halterungen für Trekkingstöcke, was den Transport deutlich erleichtert. Dazu werden die Stöcke einfach zusammengefaltet und entweder hinten mit elastischen Schlaufen oder vorne in vertikalen Halterungen befestigt. So bleiben die Stöcke jederzeit griffbereit, ohne die Hände zu blockieren oder beim Laufen zu stören.
Und falls dir eine Laufweste immer noch wie zusätzliches Gewicht erscheint, gibt es auch Alternativen.
Laufgürtel sind eine weniger auffällige Möglichkeit, Dinge während des Laufens zu transportieren, bieten jedoch weniger Stauraum. Sie eignen sich besonders gut für kürzere Läufe, bei denen du nicht viel Flüssigkeit oder Verpflegung benötigst und nur Smartphone, Schlüssel und eventuell einen Snack mitnehmen möchtest.
Laufshorts sind ebenfalls eine hervorragende Alternative für Läufe in der Stadt – egal ob schneller 5-km-Lauf oder eine längere Einheit von etwa einer Stunde. Viele Modelle verfügen über Seiten- und Gesäßtaschen. Besonders praktisch sind 2-in-1-Modelle mit Taschen, in denen sich kleinere Gegenstände wie Smartphone oder Schlüssel sicher verstauen lassen, ohne zusätzlich aufzutragen.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zur Aufbewahrung, sodass du garantiert eine Lösung findest, die zu deinen Bedürfnissen passt – von leichten Laufwesten und Laufgürteln bis hin zu geräumigen Westen für lange Trailruns.