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Gesundheit und Wellness

Doomscroll-Studie: Hör auf zu scrollen und fang an zu laufen

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Ist es dir schon mal passiert, dass du dich zum Laufen aufraffen musstest, dann bei Strava reingeschaut hast, um dich zu motivieren, und eine Stunde später immer noch rumgescrollt hast? Oder hast du dir schon mal fünf Minuten Zeit genommen, um auf Instagram zu schauen, und dann wurde daraus ein ganzer Abend exzessiven Scrollings? Das geht nicht nur dir so. Wir kennen das alle und jetzt belegen Studien auch, dass viele von uns Zeit mit ihren Handys verbringen, obwohl wir stattdessen laufen gehen könnten.

Was sagt die Forschung dazu?

Laufen ist eine enorm beliebte Aktivität in ganz Europa. Im Vereinigten Königreich geben über 40 % der Läufer*innen an, dass sie jede Woche laufen. Ein Zehntel dieser Gruppe verbringt jede Woche mehr als eine Stunde mit dieser Aktivität. In Deutschland geben sogar noch mehr Läufer*innen an, dass sie wöchentlich laufen, und zwar 65 % der Erwachsenen, wobei ein Viertel zwei Stunden pro Woche läuft. In Frankreich laufen 39 % der Erwachsenen wöchentlich.

Das sind doch großartige Neuigkeiten, oder? Wir sind ein Kontinent begeisterter Läufer*innen.

Doch hier wird dieses Bild ein bisschen verzerrt. Im Rahmen unserer Forschung zu Bildschirmzeit-Statistiken haben wir herausgefunden, dass wir jede Woche tatsächlich mehr Zeit mit Scrolling als mit Bewegung verbringen.

In den befragten europäischen Märkten verbringen durchschnittlich 51 % der Läufer*innen täglich mehr als zwei Stunden damit, auf ihrem Handy zu scrollen.

Soziale Medien: Die Ablenkung ist groß

Wenn Läufer*innen jeden Tag mehr als zwei Stunden damit verbringen, durch soziale Medien zu scrollen, summiert sich das pro Woche zu einem riesigen Zeitverlust. Genauer gesagt, mehr als 14 Stunden. Und tatsächlich merken Läufer*innen, dass soziale Medien nicht nur eine Zeitfalle sind, sondern sie sogar ganz vom Laufen abhalten können.

Am aussagekräftigsten sind aber vermutlich die Aussagen der Läufer*innen selbst, dass soziale Medien ihr Lauftraining entgleisen lassen, trotz ihrer guten Vorsätze. In den von der Umfrage erfassten europäischen Märkten geben durchschnittlich 19 % der 18- bis 34-jährigen Läufer*innen an, dass sie ihr Workout verpasst haben, weil sie vor dem Laufen noch schnell gescrollt haben.

Die Macht der Leugnung

Obwohl wir viel Zeit mit exzessivem Scrolling verbringen, wollen einige von uns einfach nicht wahrhaben, wie viel Zeit soziale Medien wirklich verschlingen. Das ist besonders besorgniserregend, weil Laufen nachweislich Vorteile für die psychische Gesundheit hat, während exzessives Scrolling uns auslaugen und alle Motivation rauben kann.

Im Vereinigten Königreich stimmten mehr als ein Viertel der Läufer*innen in der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen der Aussage zu: „Ich fühle mich körperlich ausgelaugt oder nicht motiviert zum Laufen, nachdem ich mein Handy länger benutzt habe.“ Allerdings gibt eine beträchtliche Anzahl von Läufer*innen an, dass sie ihre Bildschirmzeit lieber nicht wissen möchten. In Deutschland liegen die Zahlen etwas niedriger: Dort geben 20 % der Läufer*innen dieser Altersgruppe an, dass sie sich nach längerer Handynutzung körperlich ausgelaugt oder nicht motiviert zum Laufen fühlen. In Frankreich stimmen 22 % der Läufer*innen dieser Gruppe derselben Aussage zu.

Bei einigen Läufer*innen in Frankreich herrscht jedoch auch eine gewisse Art der Leugnung: 20 % der erwachsenen Läufer*innen geben an, dass sie ihre Bildschirmzeit lieber nicht wissen möchten, und dieser Anteil fällt bei Läufer*innen in der zweiten Hälfte dieser Altersgruppe (25–34) sogar noch höher aus: 32 % stimmen dieser Aussage zu.

Bildschirme gegen Laufschuhe eintauschen

Könnten wir nicht all die Zeit am Handy stattdessen auf der Straße, auf der Laufbahn oder auf Trails verbringen? Wir haben Läufer*innen aller Altersgruppen befragt, und bei den meisten war die Antwort ein klares „Nein“.

Im Vereinigten Königreich meinten 67 %, es würde für sie eine enorme Herausforderung darstellen oder, auf die Frage hin, ob sie jeden Tag so lange laufen könnten, wie sie an ihrem Handy verbrachten, sie kläglich scheitern würden. Ähnlich fallen die Ergebnisse in Deutschland aus, wo 58 % angaben, dass es eine enorme Herausforderung wäre, und auch in Frankreich, wo 61 % antworteten, dass es eine große Herausforderung wäre oder sie kläglich scheitern würden.

Diese Antworten zeigen einfach, wie viel Zeit wir alle mit unseren Handys verbringen. Die Zahlen lügen nicht. Aber sie müssen auch nicht das Ende der Geschichte sein. Im Gegensatz zu schlechtem Wetter, einem Mangel an Tageslicht oder Verletzungen haben wir unsere Smartphoneabhängigkeit voll und ganz selbst in der Hand. Es beginnt mit dem Bewusstsein. Und wenn wir uns erst mal darüber im Klaren sind, wie viel Zeit wir mit exzessivem Scrolling verbringen, können wir anfangen, diese Zeit zu verkürzen – indem wir kleine Entscheidungen treffen, mit denen wir uns eine Gewohnheit aneignen, die uns gut tut, statt uns zu zermürben. Die Frage ist nicht, ob wir Zeit haben, zu laufen. Die Daten zeigen, dass wir die ganz klar haben. Die eigentliche Frage lautet also: Wie lässt sich die Bildschirmzeit reduzieren und die Motivation zum Laufen steigern?

Wenn du bereit bist, dir deine Zeit zurückzuholen, mentale Stärke aufzubauen und Bildschirmzeit in Laufzeit zu verwandeln, lass uns gemeinsam mit dem Scrolling aufhören.

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