Ein neuer Funke auf dem Trail: Théo Détienne schließt sich den Brooks Trail Runners an
Théo Détienne ist das neueste Gesicht im Brooks Trail Runners Team – und er jagt große Träume und wilde Trails.
Von seinen ersten Läufen in den Bergen von Font-Romeu bis zum Sieg über 90 km beim Mont-Blanc erzählt Théo eine Geschichte voller Risiken und Herausforderungen. Jetzt ist er bereit, frischen Wind in die Szene zu bringen, sich mit anderen Läufern zu verbinden und herauszufinden, wie weit sie gemeinsam gehen können. In diesem Q&A spricht Théo darüber, was ihn antreibt, was er auf dem Trail gelernt hat und warum der Einstieg bei Brooks wie der Beginn von etwas Aufregendem ist.
Théo Détienne – Biografie
Alter: 26
Heimatstadt: Montmelian, Frankreich
Läuft seit: 2012 (Leichtathletik, dann Triathlon, bevor er zum Trail wechselte)
Lieblingsdistanz: 100 Meilen
Ziel 2026: UTMB
Wie verändert die Nacht deine Art, dich zu bewegen oder zu denken?
"In der Nacht fühlt sich alles anders an: Wir verlieren viele visuelle Anhaltspunkte, an die unser Gehirn gewöhnt ist. Unser Sichtfeld verengt sich, alles wirkt enger, und wir sehen nur die wenigen Meter, die die Stirnlampe beleuchtet. Es ist ein einzigartiges Gefühl: Ich fühle mich gleichzeitig freier und verletzlicher. Meine Gedanken werden klarer, ursprünglicher; es bringt mich näher an den Moment."
Gibt es einen Moment im Rennen, in dem alles zusammenpasst und du dich unantastbar fühlst?
"Ich habe dieses Gefühl schon erlebt, aber es ist sehr selten. Meistens fühle ich mich zu Beginn eines Rennens, in den ersten Kilometern, stark und fast unantastbar, aber die Realität holt einen schnell ein. 2025, als ich die 90 km des Mont-Blanc in Chamonix gewann, war ich in großartiger Form, und dieses Gefühl hielt bis ins Ziel an. An diesem Tag konnte mich nichts stoppen."
Was verfolgst du wirklich, wenn du auf den Trail gehst?
"Ich suche das Gefühl, eins zu werden mit dem Berg, den Felsen, den Wurzeln, den Bäumen… wie ein Tier, das sich in einer Welt bewegt, die es akzeptiert hat und zu der es gehört. Aber ich suche auch die Herausforderung: den Wunsch, mich jeden Tag zu verbessern und meine Grenzen so weit wie möglich zu verschieben."
Welche Seite von dir zeigt sich auf dem Trail, die sonst niemand sieht? Welcher Teil deiner Geschichte ist dir im Moment am wichtigsten?
"Was zum Vorschein kommt, ist mein animalischer Instinkt: die Fähigkeit, alles auszublenden und mich nur auf den Moment und jeden Schritt zu konzentrieren. Diese primitive Seite, die sonst verborgen bleibt, zeigt sich auf dem Trail. Am wichtigsten sind mir die Zweifel, die Momente, in denen ich das Gefühl habe, dass alles über Nacht enden könnte, ich es aber schaffe, daraus Stärke zu ziehen, um weiterzugehen."
Was lehrt dich das Gelände?
"Die Natur wird immer gewinnen: Ich muss mich an sie anpassen, und das wird immer so bleiben. Sie ist stärker als wir und bestimmt die Regeln."
Was war das Schwierigste, das du überwinden musstest, um hierher zu kommen? Wann hast du gemerkt, dass du bereit für mehr bist?
"Das Schwierigste war, mein früheres Leben mit Job und Stabilität hinter mir zu lassen, um groß zu träumen und meine Leistungsziele in den Bergen zu verfolgen. Letztes Jahr erreichte ich ein neues Niveau: In diesem Moment wurde mir klar, dass Großes möglich ist, wenn man sich die Mittel dafür gibt."
Welche Art von Sturm möchtest du in die Trailrunning-Szene bringen? Was begeistert dich am meisten daran, jetzt zu Brooks zu kommen?
"Ich möchte, dass ein Wendepunkt entsteht: Ich möchte Teil der Entwicklung dieser Disziplin sein und gleichzeitig die ursprünglichen Werte und die Essenz des Trailrunning bewahren. In nur wenigen Jahren hat sich dieser Sport verändert – zum Besseren. Am meisten begeistern mich die Menschen, denen ich begegne: das Team, das dieses Projekt mit Leidenschaft trägt, und die Athleten, die von derselben Flamme für Erfolg und Leistung angetrieben werden. Gemeinsam wollen wir in einem gemeinsamen Projekt wachsen."