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Geschichten von Läufer*innen

So trägt Laufen zu deinem mentalen Gleichgewicht bei

Läufer*in im Freien mit einem grünen Band

Im Rahmen des Mental Health Awareness Month teilen die Läufer*innen Chris Malenab, Allie Buchalski und David Ribich ihre Erfahrungen mit der mentalen Gesundheit.

HAFTUNGSAUSSCHLUSS: DIESER ARTIKEL STELLT KEINE MEDIZINISCHE BERATUNG DAR

Der Inhalt in diesem Beitrag dient ausschließlich zu informations- und allgemeinen Bildungszwecken und ist nicht als Ersatz professioneller medizinischer Beratung, Diagnose oder Behandlung gedacht. Wende dich mit jeglichen Fragen bezüglich deines Gesundheitszustands oder einer Behandlung stets an deine/n Arzt/Ärztin oder anderes qualifiziertes Gesundheitspersonal, bevor du dein Lauftraining, deine Ernährung oder deine Fitness- bzw. Gesundheitsroutinen änderst.

Beim Laufen sind wir glücklich, und dieses Glücksgefühl möchten wir weitergeben. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Läufer*innen wie dir zu helfen, eine Community zu finden, über ihre Herausforderungen zu sprechen und zu lernen, wie das Laufen deinem Gehirn gut tut. Wir haben mit den Läufern Chris Malenab, David Ribich und Allie Buchalski darüber gesprochen, wie ihnen der Lauf hilft, schwierige Zeiten zu überstehen. Schau dir unten einige ihrer Geschichten und Tipps an.

Chris lächelt in die Kamera

Chris Melenab, Run Happy-Teammitglied

Da sein, wo deine Füße sind

Der Läufer, Fußball-Coach und Brooks-Partner Chris Malenab gibt sich offen über die Herausforderungen, die sich ihm stellen. Chris hat eine bipolare Störung und fühlte sich viele Jahre lang alleingelassen. 2019 kam es dann zum „Siedepunkt“, wie er es ausdrückt – er überlebte einen Selbstmordversuch.

„Indem ich meine Plattform nutze, sei es beim Fußball oder beim Laufen, kann ich hoffentlich das Leben anderer Menschen veränder“, sagt er.

Seit dieser Zeit setzt Chris sich intensiv für die Stärkung der mentalen Gesundheit ein. Am 30. und 31. Dezember 2021 lief er per Livestream 100 Meilen auf einem Laufband. Dabei sammelte er über 5.000 US-Dollar für die American Foundation for Suicide Prevention. Jedes Jahr verkauft er ab dem 16. April, dem Weltsemikolontag, und bis Mai, dem Monat der psychischen Gesundheit, T-Shirts. Der Erlös kommt Zwecken im Bereich der mentalen Gesundheit zugute. Diese Einnahmen kamen Organisationen wie Hope Squad, Hope for the Day und der Jordan Porco Foundation zugute. Dabei handelt es sich um Peer-to-Peer-Gruppen zur Suizidprävention, die ihre Dienste an Schulen anbieten.

Neben seiner Zusammenarbeit mit einem Therapeuten nutzt Chris das Laufen, um sich mental zu stabilisieren. Dadurch kann er sich ganz auf den Moment konzentrieren.

Laufen ist ein Geschenk. Es erinnert mich daran, dass das Leben ein Geschenk ist.“

Chris Melenab Run Happy-Teammitglied

„Ich habe ein Motto, das ich gefunden hatte, als ich mit dem Laufen anfing. Es hat sich auf mein ganzes Leben übertragen und heißt: „Sei da, wo deine Füße sind.“ Das steht auch auf meinem ID-Armband, auf dem auch alle meine Kontaktinformationen für Notfälle vermerkt sind. Laufen ist ein Geschenk. Es erinnert mich daran, dass das Leben ein Geschenk ist.“ Das Laufen erinnert mich auch daran, dass ich eine bipolare Störung habe. Nicht jeder Tag ist perfekt. Nicht jeder Lauf ist perfekt. Ich weiß, dass ich mich nach einem Lauf viel besser fühle. Ich weiß, dass es ein erster Erfolg ist, wenn ich mich trotz Depression aus dem Bett wälze und mir die Zähne putze.

Chris hofft, dass er beim California International Marathon im Dezember dieses Jahres die Laufzeit von drei Stunden unterbieten kann. Außerdem träumt er davon, die 42 km an sieben aufeinanderfolgenden Tagen zu laufen.

Um über Chris Lauferfolge und sein Engagement auf dem Laufenden zu bleiben, folge ihm auf Instagram.

Allie lächelt in die Kamera

Brooks Beast Allie Buchalski

Rückkehr aus einer durcheinandergeratenen Routine

Brooks Beast Allie Buchalski liebt die Routine, die in ihrem Team herrscht. Die Beasts treffen sich an vier Tagen der Woche zu einem offiziellen Training – gelegentlich sogar am Wochenende. Mittwochs und samstags laufen sie normalerweise alleine. Allie legt an diesen Tagen in der Regel rund zehn Kilometer zurück, manchmal allein, manchmal mit dem Brooks Trailhead Running Club, der am Store in Seattle startet. Auch auf Reisen oder im Urlaub versucht sie, ihre Routine beizubehalten. Klar, wenn Laufen dein Job ist, musst du es machen, selbst wenn du mal keine Lust dazu hast.

Aber Allie liebt die Routine und gesteht, dass sie zu einem unruhigen Energiebündel wird, wenn sie nicht läuft. Deshalb war die COVID-19-Pandemie für sie besonders einschneidend. Die Aktivitäten im Team wurden ausgesetzt. Wettkämpfe wurden abgesagt. Und dann der ganz große Schock – die olympischen Ausscheidungswettkämpfe wurden aufgeschoben.

„Laufen hält mich im Gleichgewicht. Damit kann ich all das verarbeiten, was so in meinem Leben passiert. COVID war daher ganz schrecklich für mich. Ich bin eine schwierige Zeit durchlaufen. Es hat mich psychisch immer mehr belastet, da unsere Wettkämpfe ständig abgesagt wurden. Eine bevorstehende Veranstaltung verhilft wirklich zu Motivation. Und dann habe ich mich verletzt. Meine Routine ist mein Leben, und durch all das wurde sie auf den Kopf gestellt.“

Das war der Punkt, an dem Allie zum ersten Mal Hilfe bei einem Sportpsychologen suchte.

„Ich habe jemanden gebraucht, um mir in diesem Tief zur Seite zu stehen. Ich wünschte, ich hätte das schon früher getan. Aber glücklicherweise arbeite ich immer noch mit demselben Arzt zusammen. Als alles verrückt wurde, hat er mir bei vielem zur Seite gestanden, gerade was das Leben und das Laufen angeht. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Die Lockdowns und die Verletzung zwangen Allie, langsamer zu machen. Sie machte Yoga, fuhr Fahrrad, meditierte und schrieb Tagebuch.

„Insgesamt habe ich lange gebraucht, um still sitzen zu können. Das ist mir sehr schwergefallen. Dadurch ist mir auch klar geworden, dass es einfach toll ist, wenn die Dinge gut laufen. Doch ist es ebenso wichtig, auch die schweren Zeiten aktiv wahrzunehmen. Sich zu erlauben, Emotionen zuzulassen. Du willst einfach nur weinen? Lass es raus. Ich habe Probleme, wenn ich diese negativen Augenblicke nicht voll ausleben kann. Das Leben ist eben eine Berg-und-Talfahrt. Und wenn man in diesen Höhen und Tiefen optimistisch bleiben kann, ist es einfacher, das innere Gleichgewicht beizubehalten.“

Folge Allie auf Instagram, um einen Eindruck von ihrer Routine zu bekommen.

David lächelt in die Kamera

Brooks Beast David Ribich

Stelle deine psychische Gesundheit an erste Stelle, wie immer das für dich aussieht

Für David Ribich beginnt jeder produktive Tag mit einem Lauf. Wenn er weiß, dass er eine lange Liste von Besorgungen oder anderen Aufgaben, die nichts mit dem Laufen zu tun haben, zu erledigen hat, plant er am Morgen einen Lauf ein, um seinen Tag schwungvoll zu beginnen.

Das Laufen ist Davids Job. Und wie bei seiner Teamkollegin Allie Buchalski ist sein Leben als Brooks Beast vollgepackt mit wichtiger Routinen. Aber er findet auch Freude daran, auf sich allein gestellt zu sein, und genießt seine Flexibilität. Das zeigte sich vor allem 2020 während der COVID-Pandemie. Das Jahr sollte das beste in Davids Laufkarriere werden. Er hatte gehofft, dass seine Leistungen ein Sprungbrett zu den Olympischen Spielen sein würden. Dann aber kam alles zum Erliegen und er trat einen Schritt zurück. Eine Achillessehnenverletzung zwang ihn, das Laufen 12 Wochen lang zu pausieren. Für David war das im Nachhinein ein Segen. Mit einigen seiner besten Freunde machte er eine 80-Meilen-Rucksacktour auf dem Pacific Crest Trail. Das war ein Abenteuer, das er in einer schwierigen Zeit brauchte.

„Meine mentale Gesundheit hat für mich immer Vorrang, egal auf welche Weise. Ich achte darauf, dass es mir gut geht, indem ich mit meinen Freunden, meiner Familie und den Menschen, die ich liebe, zusammen bin. Und was das Laufen betrifft, gehe ich zu einem Sportpsychologen. Das ist die beste Entscheidung, die ich in meiner Laufbahn getroffen habe. Laufen ist ein Sport, bei dem es um Millisekunden geht. Dein Wert wird durch deinen Rang in einem Wettkampf bestimmt. Ich habe mich von dieser Einstellung gelöst. Ich mache es, weil ich es tun möchte. Ich mache es, weil ich es liebe. Laufen ist eine persönliche Entscheidung. Das sage ich immer wieder. Und das hilft mir wirklich, wenn ich auf meine Ergebnisse zurückblicke. Wenn das Schlimmste in meinem Leben jetzt ein schlechter Wettkampf ist, dann geht es mir noch nicht so schlecht.“

Hör dir unbedingt den Davids Podcast „Sit and Kick“ an, den er zusammen mit seinem Brooks Beast-Teamkollegen Josh Kerr moderiert. Außerdem hat er ein Buch mit dem Titel Small School Big Dreams geschrieben.

Folge David auf Instagram und erfahre mehr über seine Abenteuer.

Brauchst du Hilfe?

Laut der Weltgesundheitsorganisation leiden über 264 Millionen Menschen an Depressionen. Da geht es nicht nur dir so. Wenn du an Depressionserscheinungen leidest oder jemanden kennst, der davon betroffen ist, gibt es viele Möglichkeiten, sich die notwendige Hilfe zu holen. Auf mentalhealth.gov findest du Ressourcen für die mentale Gesundheit, darunter Suizidprävention, Katastrophenhilfe und mehr. Sprich mit deinem Arzt bzw. deiner Ärztin über deine mentale Gesundheit.