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Lauftipps

Alles, was du über Laufen bei Regen wissen musst

Ein Läufer tritt beim Laufen im Regen in eine Wasserpfütze.
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Vertrau uns – im Regen zu laufen mag wenig verlockend klingen, aber mit der richtigen Ausrüstung kann es tatsächlich Spaß machen! Hier erfährst du alles, was du wissen musst, um es mit Mutter Natur aufnehmen zu können.

Stell dir vor: Es ist früh am Morgen. Dein Wecker klingelt. Draußen hörst du den Regen prasseln. Ziehst du dir die Decke nochmal über den Kopf oder machst du dich startklar und gehst raus? Ob du es glaubst oder nicht: Wir lieben es, im Regen zu laufen, also entscheiden wir uns für Letzteres. Um die Elemente zu meistern, kommt es vor allem auf die richtige Einstellung und die richtige Ausrüstung an.

Die Elemente meistern

Zuerst die Einstellung: Läufe im Regen sind eigentlich nie so schlimm, wie man vorher befürchtet. Erstmal vor die Tür zu gehen, ist der schwierigste und härteste Teil. Vielleicht brauchst du ein paar Läufe, um dich davon zu überzeugen, aber wenn du es erstmal probiert hast, stimmst du uns sicher zu. Eigentlich versetzt uns das Laufen bei Regen in unsere Kindheit zurück – weißt du noch, wie du durch die Pfützen geplatscht bist?

Die Norweger haben sogar ein eigenes Wort für das Genießen der Natur bei jedem Wetter. Und die müssen sich mit kaltem, regnerischem Wetter ja auskennen! Friluftsliv bedeutet so viel wie „die Kunst, die Natur zu genießen“. In der norwegischen Kultur gibt es kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung.

Um also dein eigenes friluftsliv zu leben, brauchst du die richtige Ausrüstung. Es gibt Laufbekleidung, die dich von Kopf bis Fuß schützt. So meisterst du auch nasse Läufe und holst das Beste aus deiner Runde auf der Straße oder dem Trail heraus.

Hol dir die richtige Ausrüstung

Fang oben an und entscheide dich für eine Kopfbedeckung, die schnell trocknet und eine Krempe hat. Manche Modelle sind sogar wind- und wasserabweisend. Die Krempe schützt das Gesicht vor Regen, damit die Sicht weiter gut bleibt. Sobald du nach drinnen gehst oder auch wenn der Regen während des Laufs aufhört, sorgt ein schnell trocknendes Material dafür, dass dein Kopf nicht lange nass bleibt.

Für deinen Oberkörper gibt es viele Optionen. Hier kommt es auf die Temperaturen an und darauf, wie warm oder kalt dir beim Laufen ist. Bei Regen ist der Zwiebellook oft die beste Strategie. Als erstes empfehlen wir dir ein Funktionsoberteil, das eng an der Haut anliegt und dadurch bei Nässe nicht beschwert. Darüber kann eine Jacke aus wind- und wasserabweisenden Materialien getragen werden. Achte bei der Wahl der Jacke auf ein atmungsaktives Material, damit die Wärme entweichen kann, wenn dir warm wird.

Shorts, Tights oder Hosen, die den Elementen standhalten, eignen sich optimal, um deine Beine warm zu halten. Die Materialien sollten wind- und wasserabweisend, feuchtigkeitsableitend und schnell trocknend sein. So bleiben die wichtigsten Muskeln beim Laufen warm und die ganze Zeit bereit für Action.

Obwohl du einen Großteil deiner Körperwärme über den Kopf verlierst, solltest du bei regnerischem Wetter auch deine Füße nicht vergessen. Entscheide dich für Schuhe und Socken, die allen Elementen gewachsen sind. Zuerst die Socken: Hier ist Baumwolle nicht das richtige Material, da sie sich mit Wasser vollsaugt und dich anfälliger für Blasen macht. Stattdessen solltest du Socken aus Funktionsmaterialien wählen, die schnell trocknen und Feuchtigkeit von den Füßen ableiten.

Deine Schuhe sollten unbedingt wasserdicht sein. Egal, ob du auf durchweichten, schlammigen Trails oder auf regennassen Straßen und Gehwegen unterwegs bist – entscheide dich auf jeden Fall für ein Modell, das das Wasser zuverlässig von Fuß fernhält. Insbesondere auf dem Trail ist zusätzlicher Grip wichtig, um ein Ausrutschen zu verhindern.

Last but not least: Denk an deine Hände, die beim Laufen dem Wetter ausgesetzt sind. Hightech-Handschuhe schützen vor Wind und Wetter und halten die Finger warm, sodass sie gleich nach der Rückkehr eine Tasse Kaffee festhalten können.

Sicherheit an erster Stelle

Bei jeder Ausrüstung, die du bei Regen trägst, solltest du darauf achten, dass sie auffällt – entweder durch leuchtende Farben oder mit reflektierenden Elementen. Von der Sonne ist weit und breit nichts zu sehen? Grauer Himmel und strömender Regen machen es Autofahrern schwer, dich zu sehen, wenn du auf der Straße unterwegs bist. Reflektierende Logos oder Bündchen sowie knallige Farben stechen aus der dunkleren, grauen Landschaft deutlich hervor. Für zusätzliche Sicherheit sorgen auch reflektierende Lauflichter, eine Weste in Warnfarbe und/oder eine Stirnlampe, durch die du von Weitem zu sehen bist.

Wenn du bei Regen laufen willst, solltest du dir Gedanken über die Route machen. Nutze auf von Bäumen gesäumten Strecken den Schutz, den die Blätter bieten. Denke auch an die Sicherheit: Halte dich fern von stark befahrenen Straßen, sofern das möglich ist, damit du dir keine Sorge machen musst, dass Autofahrer dich bei grauer Bewölkung nicht sehen. Vermeide möglichst Straßen, auf denen bei Regen große Wassermengen ablaufen.

Bist du bereit? Denke dran: Laufen im Regen klingt unangenehmer, als es ist. Mit der richtigen Ausrüstung bist du bereit, den Elementen zu trotzen. Hinterher wirst du froh sein, dass du dich überwunden hast.

Die Ratschläge unserer Redakteur*innen sind nur zu Informations- oder allgemeinen Aufklärungszwecken gedacht. Wir empfehlen dir immer, mit deinem/r Arzt/Ärztin zu sprechen, bevor du deine Lauf-, Ernährungs- oder Fitnessroutine anpasst.

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Verfasst von
Amanda Loudin

Autorin für Gesundheits- und Wissenschaftsthemen

Amanda Loudin beim Laufen im Wald

Ich laufe seit über zwanzig Jahren und bin ebenso lange Journalistin. Außerdem bin ich zertifizierter Lauf-Coach und nichts macht mich glücklicher, als das Schreiben mit dem Laufen zu verbinden. Ich bin mit zwei- und vierbeinigen Freunden auf den Trails unterwegs.