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Läufergeschichten

Verarbeite deine Gefühle beim Laufen

Läufergruppe bei einem Wettlauf

Manchmal ist das Leben nicht so einfach. Regelmäßige Läufe können dir beim Sortieren schwieriger Gefühle helfen, dich bei Alltagsproblemen entlasten und dir neue Ideen bringen.

Laufen zum Erhalt der psychischen Gesundheit

Mit einer guten Laufroutine hast du eine hervorragende Methode zur Verbesserung deiner körperlichen Gesundheit parat.

Viele Experten sind sich einig, dass Laufen auch gut für dein Gehirn sein kann.

2018 veröffentlichte „The Lancet Psychiatry“ eine Studie an 1,2 Millionen Amerikanern, die ergab, dass Menschen, die regelmäßig trainierten, 43,2 % weniger „miese“ Tage pro Monat haben als Menschen, die nicht regelmäßig trainierten. Diese „miesen“ Tage zeichneten sich durch eine erhöhte emotionale Belastung aus.

Die gleiche Studie ergab, dass der Unterschied bei guter psychischer Gesundheit zwischen Menschen, die regelmäßig trainieren und jenen, die dies nicht tun, um einiges größer ausfällt als bei anderen Faktoren wie Bildung, BMI und sozioökonomischem Status.

Das Fazit? Wenn du regelmäßig laufen gehst, hast du wahrscheinlich mehr Tage in besserer psychischer Verfassung als wenn du nicht läufst.

Runfulness in Aktion

Lisa Hallet ist ein Beispiel aus dem wahren Leben für die Kraft von Runfulness. Sie begründete Wear Blue mit: Run to Remember, eine Läufer-Community zu Ehren der Opfer und der Dienste des amerikanischen Militärs.

Die Organisation richtet ihre Saturday Runs — wöchentliche, kostenlose Community-Läufe — in den ganzen USA aus. Wear Blue stellt auch zahlreiche Programme zur Unterstützung von Gold Star-Familien und Menschen im aktiven Dienst mit Wettläufen, Trainings und Mentoring bereit.

Der Sport gewann für Lisa Hallett 2009 neue Bedeutung, als ihr Ehemann John in Südafghanistan ums Leben kam. Die junge Mutter dreier Kinder war bereits eine begeisterte Läuferin, aber sie wandte sich verstärkt dem Sport zu, als sie Hilfe bei der Bewältigung dieses schweren Verlusts brauchte.

Runner on a trail runner through the forest

„Das Laufen wurde nach dem Tod meines Ehemannes John von einem Hobby zu einem Lebensstil. Ich lief wie von Sinnen. Je mehr ich lief und schwitzte, desto mehr fand ich Raum für rohe Gefühle und Verletzlichkeit. Ein Ort, an dem ich trauern, heilen und stärker werden konnte“, sagte sie.

Hallett wandte sich zur Bewältigung ihrer Trauer dem Laufen zu. Sie fing nicht an zu laufen, um ihren Ehemann oder ihre Verlustgefühle zu vergessen, vielmehr half es ihr, ihre Gefühle zu verarbeiten. Und auf dieser Reise wuchs sie über sich hinaus und erfuhr etwas, das größer als sie selbst war.

Entdecke mehr über Runfulness

Laufen allein ist kein Wundermittel zur Verarbeitung all der Dinge, die dein Gefühlsleben auf den Kopf stellen. Wenn dem so wäre, wären wir alle begeisterte Läufer.

Stattdessen geht es bei Runfulness darum, Zeit und Raum zum Lösen von Problemen und zur Inspiration neuer Ideen zu schaffen. Ob bei einem Beziehungs-Aus, bei Stress mit der Arbeit oder Trauer nach dem Tod eines geliebten Menschen, Runfulness kann dich auf den Weg der Besserung führen.